Landschaftspfleger auf 4 Beinen

Neben Vereinsarbeit und gewerblicher Landschaftspflege gibt es noch eine dritte Gruppe Landschaftspfleger, die das ganze Jahr im Dauereinsatz ist – ehrenamtlich:

Von Anfang an lag der Schwerpunkt auf dem Erhalt bzw. Wiederherstellung von Wiesen, also Flächen, die auschließlich gemäht werden. Nebenher sollte eine Gruppe Schafe die letzten Heidereste und Trockenrasen kurzhalten. Aus dem Nebenher ist mittlerweile ein weiterer Arbeitsschwerpunkt geworden. Anfang 2015 ist die Schafherde bereits 20 Tiere groß. Geteilt in eine 11köpfige Zippengruppe und in eine 9köpfige Bockgruppe sind die Tiere tagtäglich im Außeneinsatz.

Das besondere an dieser Schafherde ist zum einen die Rasse. Es handelt sich um reinrassige Skudden, einer Arche-Rasse, die robust und anspruchslos ist. Die Skudde, das kleinste deutsche Hausschaf, kommt dem natürlichen Muffelwild von Gestalt her am nächsten. Vor allem die gedrehten Hörner sind auffällig. Zum anderen handelt es sich um eine artgerechte Gruppenhaltung von max. einem Dutzend Tieren pro Herde.

Und: Die Höhbeck-Skudden werden, soweit frei von Unfällen und Krankheiten, bis zu 15 Jahre alt. Milch und Fleisch behalten die Tiere bei sich. Wir scheren lediglich einmal im Jahr die lange Wolle und kümmern uns um die Klauen sowie das allgemeine Wohlergehen.

Gehalten werden die Skudden in mobilen Schafzäunen, die etwa 1-2 mal die Woche umgesteckt werden. Die Zippen wandern überwiegend auf dem Osthang des Höhbecks – größtenteils auf der BUND-Streuobstwiese – umher, die Böcke überwiegend auf dem Hochplateau und dem Westhang.

Die Herde soll noch weiter wachsen. Hierfür suchen wir nach wie vor Paten, die mit einer Spende den Freikauf eines Tieres aus Zuchtbetrieben ermöglichen. Sobald die Herde über ausreichend frisches Blut verfügt, soll sie sich kontrolliert natürlich vermehren.

Ansprechpartnerin für die Tiere, Besuche oder Patenschaften ist Hannah Wilimzig.


In Kooperation mit:

NABU Hamburg

Unterstützt von:

BUND
Loki-Schmidt_Stiftung
Beatrice-Nolte-Stiftung
Bingo-Umweltstiftung

Mit Förderung von;
EFRE

Eine Initiative im Biosphärenreservat Nds. Elbtalaue